ADAC Landpartie Classic 2026

Oldtimer-Wandern durch das Jerichower Land – 21. und 22. August 2026

Drei Pferde auf einer Sommerwiese, eines stehend, zwei im Gras liegend, neben einem alten Baum.
Ein sonniger Waldweg führt durch einen Laubwald. Sonnenstrahlen fallen durch die Baumkronen und erzeugen ein warmes Lichtspiel auf dem Boden.
Foto der Kirche in Loburg im Sommer bei blauem Himmel

Einmal Jerichower Land, immer Jerichower Land?

Eingebettet zwischen Elbe, Havel und Fläming liegt das Jerichower Land. Der Landkreis bietet dank seiner Vielfalt und wunderschönen Landschaft eine ganz besondere Lebensqualität. Doch was macht die Region der ADAC Landpartie Classic 2026 aus? Vielleicht die beeindruckende Historie, an die noch heute zahlreiche Denkmäler und prachtvolle Bauten erinnern. Oder die Natur, die zum Erkunden, Verweilen und Entspannen einlädt. Auch werden im Jerichower Land Traditionen noch wirklich gelebt – Geselligkeit, Sport und das „Wir“ spielen hier eine große Rolle. Und auch, wenn jemand einfach mal für sich sein mag, findet er hier das passende Plätzchen. Im Jerichower Land heißt es: Wer schon mal hier war, der kommt gern wieder. Und wer schon immer hier war, der mag nicht weg.

Wappen Jerichower Land
Idyllische sommerliche Ansicht der Ortschaft Burg im Jerichower Land bei Sonnenschein
Links eines Weges, der sich durch eine grüne Landschaft schlängelt, stehen vereinzelt Laubbäume auf einer Wiese, rechts blüht ein großes gelbes Rapsfeld. Der Himmel ist klar und blau, es ist ein sonniger Sommertag.
Ein Fluss mit ruhigem Wasser, im Vordergrund blüht eine einzelne violette Lupine am Ufer, umgeben von grünem Gras und Wildblumen. Im Hintergrund fährt ein Lastkahn vorbei.

Das war die Jerichower Landpartie

Zehn Jahre ADAC Landpartie Classic! Zum Jubiläum seines Oldtimer-Wanderns hat der ADAC Berlin-Brandenburg besonders viele Highlights „aufgefahren“. Auf der sorgsam ausgewählten, malerischen Route durch das Jerichower Land standen neben dem Fahrgenuss auch Kultur und Kulinarik im Mittelpunkt. Während der sogenannten „Wanderpausen“ hatten die Teilnehmenden darüber hinaus viel Spaß bei kniffeligen und unterhaltsamen Aufgaben und dem persönlichen Austausch unter Oldtimer-Enthusiasten.

Es ging drunter und drüber

Erstmals in zehn Jahren wurde der Startschuss zur Veranstaltung live im Netz übertragen. Die mehr als 100 teilnehmenden Fahrzeuge aus rund siebzig Jahren Automobilgeschichte konnten so auch von Oldtimer-Fans bestaunt werden, die den Weg nach Magdeburg nicht selbst aufnehmen konnten.

Vom Dorint Herrenkrug Parkhotel Magdeburg führte die Route am Freitag direkt zum ersten Highlight: dem Concours d’Elégance. Vor der der beeindruckenden Klosteranlage in Jerichow wurden die Klassiker von einer Fachjury genauestens unter die Lupe genommen und unter anderem nach Zustand und Originalität bewertet.

Vom Kloster Jerichow aus war es nur ein Katzensprung zum zweiten Wanderpunkt: dem Hafen von Tangermünde, direkt unterhalb der historischen Stadtmauer. Die dritte Wanderpause des Tages fand auf dem Gutshof Elbschloss Kehnert statt. Ein Ort, an dem sich auch Spuren unserer Heimatregion Berlin-Brandenburg wiederfinden. Der beeindruckende Gutshof im Jerichower Land entstand nämlich unter Mitwirkung von Carl Gotthard Langhans, dem Architekten des Brandenburger Tors in Berlin. Eine Quadriga fanden die teilnehmenden Teams hier zwar nicht, dafür aber luden kulinarische Köstlichkeiten, die gemütliche Atmosphäre und Pianomusik zum Verweilen ein.

Viel Zeit galt es nicht zu „überbrücken“, denn das Wasserstraßenkreuz Magdeburg wartete bereits. Wo der Mittellandkanal über die Elbe führt, trafen unsere Oldtimer auf einen echten Youngtimer: die Trogbrücke. Der offizielle Baubeginn der beeindruckenden Konstruktion – für die mehr als dreimal so viel Stahl gebraucht wurde wie für den Pariser Eiffelturm – war 1938, die Fertigstellung tatsächlich erst im Jahr 2003. Erneut ein Zeichen dafür, dass gut Ding Weile haben will. Genau das ist auch der Kern der ADAC Landpartie Classic: Hier wird Entschleunigung großgeschrieben, die Fahrstrecke selbst wird zum Erlebnis. Die Überfahrt der Brücke gehörte mit Sicherheit zu den Höhepunkten der diesjährigen Ausfahrt, denn dass wir diese mit unserem alten Blech queren durften, war eine absolute Besonderheit und somit ein idealer Abschluss des ersten Wandertags.

Hohe Türme und grüne Oasen

Am Samstag führte die Route die Teilnehmenden erneut hoch hinaus: Auf der Wasserburg Egeln ging es vorbei an einem Folterkeller und wachsamen Drachen, dann Holzstufen hinauf auf den Turm der Burg. Der Lohn war ein spektakulärer Blick auf die automobilen Raritäten vor historischer Kulisse, umgeben von zahlreichen Schaulustigen. Im Burghof sorgte mittelalterliche Musik für das passende akustische Ambiente, während sich die Teams bei einer kleinen Stärkung über die weitere Route austauschen konnten.

Im Dreieck aus Eselweide, historischer Mühle und Glockengeläut fand sich die nächste Wanderpause: das 1253 gegründete Kloster Hedersleben. Vor Ort wurde aus der ursprünglich geplanten Partie Wikingerschach auf dem Boulodrome des Klosters kurzerhand eine Partie Wikinger-„Boule“ – eine ungewöhnliche Variante des französischen Boule-Spiels. Oldtimer verbinden schließlich Menschen und Kulturen.

Dass automobiles Kulturgut Menschen zusammenbringen und bewegen kann, zeigte auch die große Zieleinfahrt auf dem AntikGut Pöthen. Zahlreiche Oldtimerfans bestaunten die rollenden Raritäten beim Durchfahren des Zielbogens und beim anschließenden gemeinsamen Austausch auf der großen Wiese vor dem Rittergut. Für die Teilnehmenden wartete der Garten der Anlage wie eine grüne Oase der Ruhe. Bei Harfenmusik und Waffelgenuss ließ sich die Wanderung gebührend abschließen. Am Abend wurden in feierlicher Manier noch Pokale und Preise an die Sieger der Spiele sowie an die von der Jury auserkorenen Gewinner des Concours d‘Elégance vergeben.

Besser hätte man das Jubiläum der ADAC Landpartie Classic wohl nicht begehen können. Während wir zurückblicken auf zehn Jahre gemeinsame Geschichten und Menschen, zehn Jahre Wanderpausen an beeindruckenden Orten und Entschleunigung entlang der Strecken, planen wir bereits voraus, denn auch die Landpartie 2027 soll neue Erinnerungen prägen. Keine ADAC Landpartie Classic gleicht der anderen und so wird es im kommenden Jahr nach Dresden und das Umland gehen. Wir freuen uns auf die gemeinsamen Geschichten, die wir dort erleben und noch ein Jahrzehnt später erzählen werden!

1. Platz – Concours d’Elégance – Klasse A - D (bis 1950): BMW 327/328 Cabriolet mit der Startnummer 44, Baujahr 1939, 1971 ccm, 70 PS 2. Platz – Concours d’Elégance – Klasse A - D (bis 1950): Daimler DB 18 Abbott Drophead Coupé mit der Startnummer 90, Baujahr 1939, 2550 ccm, 72 PS 3. Platz – Concours d’Elégance – Klasse A - D (bis 1950): Horch 830 BL Cabriolet mit der Startnummer 43, Baujahr 1939, 3823 ccm, 85 PS 1. Platz – Concours d’Elégance – Klasse E (1951-1960): Mercedes-Benz 300 SL Roadster mit der Startnummer 8, Baujahr 1957 2. Platz – Concours d’Elégance – Klasse E (1951-1960): VW Karmann Ghia Cabriolet mit der Startnummer 23, Baujahr 1959, 1600 ccm, 60 PS 3. Platz – Concours d’Elégance – Klasse E (1951-1960): BMW Isetta 250 mit der Startnummer 10, Baujahr 1956, 247 ccm, 12 PS 1. Platz – Concours d’Elégance – Klasse F (1961-1970): VW Karmann Ghia mit der Startnummer 36, Baujahr 1968, 1500 ccm, 32 PS 2. Platz – Concours d’Elégance – Klasse F (1961-1970): VW 1600 L mit der Startnummer 58, Baujahr 1968, 1584 ccm, 54 PS 3. Platz – Concours d’Elégance – Klasse F (1961-1970): Alfa Romeo 1750 Berlina mit der Startnummer 7, Baujahr 1969, 1767 ccm, 112 PS 1. Platz – Concours d’Elégance – Klasse G (1971-1980): BMW 3.0 CSi mit der Startnummer 50, Baujahr 1973, 2989 ccm, 200 PS 2. Platz – Concours d’Elégance – Klasse G (1971-1980): Porsche 914/4 mit der Startnummer 47, Baujahr 1973, 1957 ccm, 100 PS 3. Platz – Concours d’Elégance – Klasse G (1971-1980): Toyota Land Cruiser J80 mit der Startnummer 41, Baujahr 1978, 4230 ccm, 130 PS 1. Platz – Concours d’Elégance – Klasse H (1981-1996): Porsche 911 Typ 964 mit der Startnummer 48, Baujahr 1991, 200 PS 2. Platz – Concours d’Elégance – Klasse H (1981-1996): Mercedes-Benz 420 SEC mit der Startnummer 98, Baujahr 1990, 4196 ccm, 224 PS 3. Platz – Concours d’Elégance – Klasse H (1981-1996): BMW 325i Cabriolet mit der Startnummer 64, Baujahr 1989, 2476 ccm, 170 PS Sonderpreis – Längste Anreise: Chevrolet Corvette C3 mit der Startnummer 70, Baujahr 1982, 5750 ccm, 200 PS

Das Programmheft der ADAC Landpartie Classic 2026 liegt hier für Sie zum Download bereit. Diese PDF-Datei ist nicht barrierefrei.

Die Wertungsergebnisse der ADAC Landpartie Classic 2026 finden Sie hier.